Aphorismen

Wetter im Schädel

12 Aphorismen

  1. Ich liebe die Künste; sie inspirieren und lehren mich. Das größte Kunstwerk ist der Mensch selbst, auch wenn er kein Künstler ist. Kein Wunder, denn er ist Gottes größtes Geschöpf.

  2. Gefängnis: Angst. Freiheit: der Sieg des Willens.

  3. Der Gipfel der Qual: dass all meine Bedürfnisse nur meine Wünsche sind. Der Gipfel der Ruhe: dass all meine Wünsche nur meine Bedürfnisse sind.

  4. Gefühle sind Farben, in dem Sinn, dass sie färben, nicht dass sie „Arten“ sind. Darum wird alles, was ohne Gefühl ist, automatisch als blass beschrieben: ein blasses Lächeln, ein blasser Blick, ein blasses Gedicht und so weiter.

  5. Bei langen Hörsitzungen mit Umm Kulthum ordne ich die Lieder gern so: Aghadan Alqak, Hadhihi Laylati, Al-Atlal, dann Fakkarouni. Sie stellen die logische Abfolge der Ereignisse wirklich genial dar.

  6. Neulich erkannte ich, dass ich eine Art Diskriminierung gegen Raucher betrieben hatte. Rauchen ist nur eine Gewohnheit unter Dutzenden Gewohnheiten, mit denen der Mensch Geld und Gesundheit verbraucht.

  7. Lächle, mein Lieber. Dies wird nicht deine letzte Tragödie sein, und das Leben trägt noch hässlichere Geschenke für dich.

  8. Das einzige Glück im Leben ist innere Ruhe. Frag dich immer: Wo ist deine Ruhe? Dort wirst du dein Glück finden.

  9. Der äußerste Weg zu überleben: Gelassenheit mit Serendipität mischen

  10. Am Ende wirst du finden, dass das wahre, absolute Glück darin liegt, allein zu sein: dich an die Stille zu gewöhnen und süchtig nach ihr zu werden, zufrieden mit deinem engen Ort; je enger er ist, desto besser: ein kleines Haus, eine Einsiedelei, eine Gebetsnische, eine Muschel, ein Koben, der Bauch eines Wals, eine Höhle, ein Grab.

  11. Weisheit: zu erkennen, was der Mangel ist. Glück liegt darin, sich mit dem Mangel zu begnügen.

  12. Angst ist ein nützlicher Instinkt, wenn sie den Menschen dazu treibt, körperlichem Schaden zu entkommen. Eine niedrige Art von Angst: die Angst dessen, der nicht versteht, eine Angst, die dazu treibt, den Verstand auszuschalten, statt nach Verständnis zu suchen: Er wendet sich ab, spottet, kehrt den Rücken, löscht aus, schlägt zu.

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